KATZEN SUCHEN EIN ZUHAUSE!

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VON IN Allgemein, Vereinsnachrichten On 26-12-2012

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de

Ein Jahr voller Turbulenzen liegt hinter uns. Das ist ein guter Grund, um einen Schritt zurückzutreten, mit etwas Abstand genauer hinzusehen und ein Resümee zu ziehen.

Was ist alles passiert?

Das Wichtigste zuerst: Im Jahr 2012 haben wir 30 Katzen aufgenommen und 32 vermittelt, zwei weitere sind verstorben. Im März ist unser Romeo nach einer Tumorerkrankung von uns gegangen. Wir hatten das Glück, ihm eine liebevolle Sterbebegleitung geben zu können. Im November verstarb unser Charly nach einer wahren Odyssee und nach einem Auf und Ab in der Tierklinik Düppel. Beide mögen sie in Frieden ruhen.

Sorgen hat uns auch unser Seker gemacht. Wir hofften, seine Querschnittslähmung wäre reversibel. Ein MRT verschaffte uns dann jedoch die Gewissheit, dass diese Lähmung irreversibel ist. Seker lebt in einer liebevollen Pflegestelle. In diesen Tagen bekommt er einen maßgefertigten Rollwagen, der ihm seine Mobilität wiedergibt.

Das ganze Jahr lang begleitete uns die Sanierung unserer Vereinsräume. Es konnte der „rote Salon“ und das „blaue Zimmer“ fertig gestellt werden, den Eingangsflur haben wir begonnen zu sanieren. Eine umfangreiche Entrümpelungsaktion unserer zweiten kleinen Wohnung, die uns als Lager dient, hat uns ebenfalls auf Trab gehalten. Diese Sanierungsarbeiten werden auch im nächsten Jahr weitergehen und sie zwingen uns dazu, unseren Bestand an Katzen unter unseren Kapazitäten zu halten. Bedingt durch die Sanierungen müssen wir immer wieder Katzen zusammenlegen.

Trotz der Sanierungsarbeiten ist es uns aber gelungen, die Zahl der Aufnahmen und Vermittlungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich anzuheben.

Eine sehr erfolgreiche Aktion war die Sanierung des alten Raumes III und seine Verwandlung zum „blauen Zimmer“. Diese Aktion war eine Zusammenarbeit mit der meetyoo communications GmbH auf Vermittlung der Stiftung Gute-Tat.de.

In der Öffentlichkeit waren wir in diesem Jahr auf dem vegan-vegetarischen Sommerfest anzutreffen und natürlich alle drei Tage auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt.

Auch administrativ haben wir etliches in diesem Jahr umsetzen können. Im typischen Drei-Jahres-Rhythmus haben wir unsere Steuererklärungen gefertigt und dafür wieder einen Freistellungsbescheid bekommen, der unsere Gemeinnützigkeit begründet und uns in die Lage versetzt, steuerlich wirksame Spendenbescheinigungen auszustellen.

Eine Vorstandswahl Ende Mai hat einen neuen Vorstand hervorgebracht.

Im September sind wir mit unserer komplett überarbeiteten Internetseite online gegangen. Hier ist noch Feinschliff nötig, den wir nach und nach anbringen.

Wir haben bei einem Internetspiel des Unternehmens Yarrah etwa eine halbe Tonne Futter gewonnen, mit dem wir viel Gutes tun konnten. Einerseits haben wir 300 kg Trockenfutter dem projekt kitty gespendet, um Kastrationsprojekte zu unterstützen. Weitere 100 kg Nassfutter haben die Pflegestellen von Ein Freund fürs Leben bekommen, ein Verein, der Hunde und Katzen aus in- und ausländischen Tierschutzprojekten vermittelt. Mit Ein Freund fürs Leben planen wir eine engere Zusammenarbeit. Weitere 50 kg Nassfutter gingen an die Berliner Pflegestellen des Uelzener Katzenschutzes.

Kennenlernen durften wir darüber hinaus die zwei sehr engagierten und sympathischen Betreiber von Herzblut für Katzen, die uns eine Blutspende für Charly vermittelten. An diese Stelle ist der Aufruf angebracht: Bitte unterstützen Sie dieses großartige Projekt!

Im Verein selbst haben wir die Umstellung auf möglichst artgemäßes Futter weitestgehend abgeschlossen. Mittlerweile erhalten alle unsere Katzen hochwertiges Prosa. Um Akzeptanzproblemen entgegenzuwirken, haben wir in den letzten Tagen mit Reico einen zweiten Hersteller sehr hochwertigen Futters hinzugenommen.

Auch auf der medizinischen Seite hat sich etwas getan. Ein Wechsel zu einem anderen Tierarzt ist vorgenommen worden. Und in diesen Tagen werden wir uns zusätzlich mit einer mobilen Tierärztin treffen und sehen, ob eine gemeinsame Zusammenarbeit funktionieren kann. Zwei Tierheilpraktikerinnen und eine Homöopathin verstärken das Team, so dass wir auch hier für die Zukunft gut aufgestellt sein sollten.

Schließlich haben wir eine ganze Menge Vorbereitung in ein Projekt gesteckt, in dem wir Kinder im Alter ab ca. 4 Jahren an den Tierschutz heranführen wollen. Hierfür streben wir eine Zusammenarbeit mit zwei Kitas aus unserem Kiez an. Das Projekt wird vom Quartiersmanagement unterstützt.

Auch 2012 haben wir über Träger von MAE-Maßnahmen Stellen für Langzeitarbeitslose geschaffen. Wir erhoffen uns für unsere Mitarbeiter aus diesen Maßnahmen, dass wir Ihnen ein Stück mehr Perspektive für den ersten Arbeitsmarkt mitgeben können. Die Zahl der Unternehmen, die soziales Engagement schätzen, wächst erfreulicherweise.

Aktuell vergeben wir zwei Plätze für freiwillige ökologische Jahre – beide sind besetzt. Abhängig von ihrem  Engagement und ihren individuellen Fähigkeiten können die jungen Leute sich in unserer Vereinsarbeit einbringen.

Nicht zuletzt ermöglichen wir hin und wieder straffällig gewordenen Menschen, ihre Strafe in Sozialarbeit umzuwandeln und ihnen bei uns Beschäftigungsmöglichkeiten einzuräumen.

2012 haben wir weitere ehrenamtlich für unseren Verein arbeitende Menschen begrüßen dürfen und wir haben tolle neue Mitglieder gewonnen.

Das nächste Jahr wird nicht weniger umtriebig, also krempeln wir die Ärmel hoch! Wir haben ein paar spannende Projekte vor uns, insbesondere das Kita-Projekt wird an Fahrt gewinnen. Es wird uns mehr Öffentlichkeitsarbeit begleiten und die Sanierung wird fortgesetzt. Dafür erwarten uns wieder viele neue vierbeinige Persönlichkeiten, mit denen wir gemeinsam ein neues Zuhause suchen und finden.

Unser tierschützerisches Engagement lässt sich wunderbar mit sozialem Engagement verbinden, wenn wir weiter unsere Unabhängigkeit im Blick haben. Das ermöglichen uns unsere vielen Spender und Paten.

Vielen Dank an alle unsere Spender, Paten, Mitglieder, Helfer, Mitarbeiter und jedem Weiteren, der uns in diesem aufregenden Jahr zur Seite stand.

Wir wünschen Ihnen und Euch allen ein 2013, in dem wir für die Tiere wieder etwas mehr bewegen können. Jedes verhinderte Tierleid ist unser Engagement wert, auch wenn es manchmal ein Kampf gegen Windmühlen zu sein scheint. Aber bedenken Sie: Es ändert vielleicht nichts am Elend der Tiere insgesamt, wenn man ein Tier aufnimmt und es damit rettet. Für das Tier selbst bedeutet dieser Unterschied aber alles!

Wir danken Ihnen für Ihr tierschützerisches Engagement – in unserem Verein, in anderen Tierschutz- und Tierrechtsprojekten, in der Öffentlichkeit, in Ihrem geschäftlichem Umfeld und nicht zuletzt auf Ihrem Teller.

Ines Russew
Jens Christoph


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