KATZEN SUCHEN EIN ZUHAUSE!

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Update: Gerettet!

VON IN Allgemein, Tierschutz, Vereinsnachrichten On 16-08-2013

Foto: Sarah Huth  / pixelio.de

Mindestens fünf Tage lang, wahrscheinlich länger, war der Kater alleine, ohne Wasser und Nahrung in einer Wohnung eingesperrt. Eine beherzte Nachbarin hat uns um Hilfe gebeten, weil sie ihn immer wieder rufen hörte. Mit Hilfe der Wohnungsverwaltung und unter Hinzuziehen der Polizei haben wir den Kater dann aus der Wohnung geholt und erst einmal bei uns im Verein untergebracht.

Wir haben ihn kurzerhand  Lascar  getauft, das ist französisch und heißt soviel wie „Schlauer Bursche“, denn er hat die ganze Zeit laut gerufen und nicht aufgegeben. Vermutlich hätte er das nicht mehr lange überlebt.

Nachmittags beim Arzttermin haben wir dann grünes Licht bekommen. Sehr geschwächt, aber der Zustand ist nicht lebensbedrohlich. Sein Allgemeinzustand ist nicht gut, das Fell struppig und stumpf, halb verhungert, dehydriert. Das Kerlchen ist wohl zwischen 10 und 13 Jahren alt und nahezu zahnlos.

Wir starten mit einer Infusion beim Tierarzt, damit er wieder Flüssigkeit in den Körper bekommt. Nun wird der Junge erst einmal gepäppelt und in den kommenden Tagen werden wir sehen, was uns die Blutwerte sagen. Er ist trotz allem sehr kooperativ. Das Schlimmste hat er jedenfalls hinter sich – jetzt geht es bergauf!

Wir haben selbstverständlich den Veterinär eingeschaltet. Was mit den Haltern ist, wissen wir nicht. Das Bild zeigt nicht den Kater Lascar, er bleibt erst einmal inkognito bis wir mehr wissen.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an die aufmerksame Nachbarin! Ohne ihr Handeln hätte Lascar das wohl nicht überlebt.

Update:

Unser Gast ist am 20. August wieder nach Hause gezogen. Es handelt sich offenbar um eine völlig missglückte Urlaubspflege, die auch noch den zuständigen Veterinär beschäftigen wird. Das veranlasst uns zu einem Appell:

Vergewissern Sie sich, dass die Urlaubsbetreuung Ihrer Tiere auch wirklich funktioniert. Wir empfehlen gerne kompetente Personen, die einen möglichen medizinischen Notstand auch erkennen würden. Und auch wenn Sie selbst nicht im Urlaub sind – haben Sie ein Auge auch die Tiere in ihrer Nachbarschaft. Etwas Aufmerksamkeit und Zivilcourage kann Leben retten.


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4 Jahren her / 1 Kommentar

16

AUG

1

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Jens

1 Kommentar

Veronica

4 JAHREN AGO

Ich danke der tierlieben Nachbarin, dass Sie so couragiert gehandelt hat sehr und auch dem Samtpfoten-Verein, der die Rettung ermöglichte und sich um die Katze so liebevoll kümmert. Hoffentlich wird die Katze noch ein schönes Leben haben. Ich wünsche dem Samtpfoten-Verein immer viele liebe Helfer und vor allem aber auch immer das nötige Geld dazu. Nochmals danke. Veronica S.

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