Wir sind anspruchsvoll!

Zu unseren Katzen

Freigang- oder Wohnungskatzen?

Vielen Katzenhaltern stellt sich diese Frage nicht. Die einen haben keine Möglichkeit, die anderen haben die Möglichkeit, ihren Katzen Freigang zu geben und halten es für alternativlos, weil Katzen Freigang brauchen. Dazwischen gibt es viele Schattierungen. Wir wollen versuchen, das Dickicht etwas zu lichten.

Katzen können mit den Gefahren, die die Natur mit sich bringt, sehr gut umgehen. Anders verhält es sich mit den Gefahren, die der Mensch für die Tiere bereithält, insbesondere ist hier der Autoverkehr zu nennen.

Einen Freigang halten wir nur dort für vertretbar, wo die Katzen nicht unmittelbaren Gefahren durch den Straßenverkehr ausgesetzt sind. Machbar ist Freigang meist in ruhigen Wohngegenden – und dort ist er für die Katzen eine Bereicherung.

Wenn es dann rausgehen soll, beachten Sie…

DIE TYPISCHEN FALLEN

Bäume

Wer kennt diese Geschichte nicht zur Genüge: Die Katze sitzt auf dem Baum und kommt nicht herunter. Es wird gewartet, gewartet und gewartet – schließlich kommt die Feuerwehr und trägt das Häufchen Unglück wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Eine gepfefferte Rechnung natürlich inklusive.

Durch die Krallenform sind Katzen nicht dazu in der Lage, mit dem Kopf voran einen Baumstamm herunterzuklettern. Das geht nur rückwärts.

 Rückwärts klettern

Den Feuerwehr-Notruf kann man relativ leicht verhindern, indem man die Katze lehrt, dass sie rückwärts kletternd einen Baum wieder verlassen kann.

Nutzen Sie eine Ecke in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung und versehen Sie sie vom Boden bis zur Decke mit Sisalplatten oder geeignetem Teppich. Mithilfe eines Laserpointers oder anderen geeigneten Spielzeugs lässt sich Ihre Katze nun prima hochjagen. So wird sie lernen, rückwärts zu klettern, dann muss sie es nicht erst in einer Notsituation erlernen.

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KELLER, GARAGEN, SCHUPPEN & CO.

Keller, Garagen, Schuppen & Co.

Tür zu – und nun? Ihre Katze kommt nicht nach Hause und sitzt eingesperrt in ihrem unerwarteten Gefängnis. Sie hört Sie zwar rufen, ist aber völlig eingeschüchtert und antwortet nicht. Sie wartet darauf, dass Sie sie herausholen, aber Ihre Stimme wird wieder leiser, bis Sie nicht mehr zu hören sind. So oder so ähnlich spielen sich solche Szenen oft ab.

Auch hier hilft: vorher üben!

Schließen sie hin und wieder beiläufig einen Raum, in dem sich Ihre Katze befindet. Nach einer Weile fangen Sie an zu rufen. Öffnen Sie die Tür erst, wenn die Katze antwortet und belohnen Sie sie dann mit dem Leckerchen Ihrer Wahl. Wenn das nach einer Weile gut funktioniert, wird Ihre Katze auch draußen antworten, wenn sie in Not ist.

 

GIFTKÖDER

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Giftköder

Giftköder, wie manche Menschen sie gegen Ratten auslegen, sind auch für Hauskatzen tödlich. Und es handelt sich um einen sehr qualvollen Tod – egal ob die Katze den Köder oder die vergiftete Ratte oder Maus frisst. Giftköder sind anmeldepflichtig und dürfen nur ausgelegt werden, wenn auch entsprechende Warnschilder aufgehängt werden. Sehen Sie solche Schilder, lassen Sie Ihre Katzen vorerst nicht heraus!

Bekommen Sie mit, dass Anwohner Gift auslegen ohne dafür autorisiert zu sein, zögern Sie nicht mit einer Anzeige!

DER ALLTAG MIT FREIGÄNGERN

Der Alltag mit Freigängern

Es hört sich herzlos an, aber mit Freigängern brauchen Sie ein paar Nerven mehr als Wohnungskatzenhalter.

„Geschenke“ gehören dazu. Halb gegessene oder noch lebende Mäuse oder Vögel. Haben Sie Verständnis dafür, es ist ein liebevolles Zeichen, wenn Ihre Katze ihre Beute mit Ihnen teilt.

Kleinere und größere Verletzungen von Auseinandersetzungen im Revier kommen regelmäßig vor. Sie sollten nicht bei jeder Schramme zum Tierarzt gehen, andererseits ist zu große Sorglosigkeit auch fehl am Platze. Wir halten den Kontakt zu einem Homöopathen oder Tierheilpraktiker für vorteilhaft, da so verhindert werden kann, dass bei kleineren Verletzungen schon prophylaktisch ein Antibiotikum gespritzt wird. Antibiotika sind eine sehr wirksame Waffe gegen bestimmte bakterielle Erkrankungen, wenn sie selten, gezielt und nur bei nachgewiesener Notwendigkeit eingesetzt werden.

 

Die Miez kommt abends nicht nach Hause?

Ja, das wird Ihnen passieren. Die Dämmerung und die Nacht haben eben einen ganz besonderen Reiz für unsere kleinen Räuber.

Morgens ist der Ausreißer dann meist wieder da.

Müde und manchmal ein wenig ramponiert.

Holler Box