Wir sind anspruchsvoll!

Zu unseren Katzen

Katze krank?

Vor allen Erkrankungen steht deren Erkennung. Viele Katzen leiden still, nicht selten werden Erkrankungen über lange Zeiträume von den Haltern nicht wahrgenommen. Lernen Sie daher Ihre Katze(n) gut kennen und achten Sie auf Veränderungen in ihrem Verhalten.

Das Gesundheitsbüchlein

Es empfiehlt sich, ein kleines Buch zu führen, in dem Auffälligkeiten mit einer Datumsangabe notiert werden. Das erleichtert ein Nachvollziehen zeitlicher Abläufe und ermöglicht die nachträgliche Herstellung eines Kontextes. Allzu oft hören wir von Haltern „ja, stimmt, da war was, das muss so vor x Tagen oder y Wochen gewesen sein.“. Wenn Sie Aufzeichnungen haben, geben diese Ihnen Sicherheit. Einem Therapeuten erleichtern solche Aufzeichnungen zudem die Erstellung einer umfassenden Anamnese.

Fellkontrolle

Die regelmäßige Kontrolle des Fellkleides gehört ebenfalls zu den Aufgaben jedes Halters. Die Schmuse- und Kuschelrunden sind bestens für solche Aufgaben geeignet. Achten Sie auch auf Knoten an der Haut, auf Druckempfindlichkeiten bei Berührungen, auf Parasitenbefall und oberflächliche Verletzungen. Ohren, Augen, Schnauze und Füße lassen sich dabei sehr gut untersuchen.

Urinieren außerhalb der Katzentoilette

Urinieren außerhalb der Katzentoilette kann ein Zeichen einer Erkrankung sein. Sie sollten zuerst einen pH-Test des frischen Urins vornehmen, hier lassen sich oft schon Erkenntnisse erzielen. Entsprechende Indikatorstreifen bekommen Sie in jeder Apotheke, es empfiehlt sich ein Indikatorband für pH-Werte von 5,6 bis 8,0. Der gemessene pH-Wert des Katzenurins sollte zwischen 6,2 und 6,8 liegen. Nehmen Sie in jedem Fall nicht nur eine Messung vor, da der pH-Wert schwankt. Einmalige leichtere Abweichungen nach oben oder unten sind nicht problematisch. Ein pH-Wert über 7,0 könnte auf Struvitsteine bzw. Struvitgrieß hinweisen. Folgen Sie im Falle zu alkalischen Urins bitte nicht den üblichem Empfehlungen vieler Tierärzte, auf angesäuertes Trockenfutter umzustellen. Trockenfutter ist nach unseren Erfahrungen grundsätzlich nicht geeignet, dieses Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen. Es empfiehlt sich die Umstellung auf hochwertiges getreidefreies Nassfutter oder auch Rohfütterung.

Regelmäßiges Wiegen

Regelmäßiges Wiegen ist eine Selbstverständlichkeit. Am einfachsten geht es, wenn Sie sich selbst wiegen und anschließend mit Ihrer Katze auf dem Arm den Vorgang wiederholen. So können Sie über die Differenz das Gewicht Ihrer Katze ermitteln. Eine Notiz ins Büchlein erlaubt eine längere Betrachtung der Gewichtsentwicklung. Im Fachhandel erhalten Sie auch geeignete Tierwaagen zu erschwinglichen Preisen, die deutlich genauer sind.

Temperatur messen

Fieber oder erhöhte Temperatur macht sich zuerst an den Ohren und an der Schwanzwurzel bemerkbar. Diese oberflächliche Kontrolle ersetzt natürlich keine richtige Temperaturmessung, dient aber als Hinweis. Die Fiebermessung sollte dann mittels eines digitalen Thermometers rektal durchgeführt werden. Beachten Sie dabei, dass die normale Körpertemparatur bei Katzen höher ist als die des Menschen: sie liegt zwischen 37,5 und 39°C.

Durchfall

Durchfall und Magen-Darm-Erkrankungen sind für das betroffene Tier besonders schlimm. Sie laugen den Körper aus und führen schnell zu Dehydration und Ermattung. Ein dauerhafter Durchfall kann lebensbedrohlich sein. Gute Erfahrungen haben wir mit der Zugabe von Möhrengranulat (oder ersatzweise Kartoffel-Püree-Pulver) gemacht. Einen Teelöffel unter das Futter gemixt kann das kleine Wunder bewirken.

Durchfälle treten schnell bei Futterumstellungen oder auch hohen Außentemperaturen auf. Vermeiden Sie unbedingt die schnelle Gabe von Antibiotika und versuchen Sie erst andere Therapieansätze. Wenn der Durchfall trotz der Gabe von Möhrengranulat länger als drei Tage anhält, sprechen Sie mit einem Tierarzt.

 Zugabe von Möhrengranulat oder Kartoffelpüree-Pulver

Achten Sie bei der Zugabe von Möhrengranulat oder Kartoffelpüree-Pulver darauf, dass die Menge nicht zu hoch ist. Die Menge langsam zu steigern oder das Futter zusätzlich mit etwas Wasser anzumachen erhöht die Akzeptanz. Und bitte stets gut durchmischen!

Diabetes

Diabetes wird leider immer häufiger zum Thema bei Katzen. Die Ursache ist meist eine jahrelange Fehlernährung. Liegt die Diabetes dann vor, werden die meisten Katzenhalter schlecht beraten und die Tiere falsch behandelt. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Diabetes sogar extrem häufig falsch behandelt wird – auch von so genannten Spezialisten.

Wenn Anzeichen einer Diabetes vorliegen (übermäßiges Trinken, hoher Urinabsatz), dann beschäftigen Sie sich bitte mit dem Thema Diabetes – und zwar hier:

www.katzendiabetes.info und www.tierdiabetes-shop.de

Und Achtung: Es gibt im Internet viele Diabetes-Foren, in denen nachweislich fehlerhafte Empfehlungen gegeben werden. Unsere beiden Link-Empfehlungen sind geprüft und soweit wir das beurteilen können, finden Sie dort die besten Informationen, die das deutschsprachige Internet zum Thema Katzendiabetes zu bieten hat.

Diabetes ist handhabbar und kein Todesurteil, aber Sie müssen sich damit beschäftigen. Ihr Tierarzt kann und wird Ihnen das nicht abnehmen.

FAZIT

Im Falle einer Erkrankung müssen Sie die Entscheidung treffen, welche Therapieform die geeignete ist. Meistens dürfte dann keine Zeit mehr sein, sich grundsätzlich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Es empfiehlt sich daher schon vorher – wenn die Miez putzmunter ist – die Frage zu stellen, wem man im Krankheitsfall sein Vertrauen schenkt. Wenig vertrauenserweckend erscheinen uns Tierärzte, die das übliche (Tierarzt-)Futter empfehlen und die zu übermäßigen Impfempfehlungen oder ständigen prophylaktischen Entwurmungen neigen. Wir empfehlen hierzu unsere Literaturtipps. Eine Alternative kann auch ein Homöopath oder Tierheilpraktiker Ihres Vertrauens sein.

Wenig Vertrauen erweckend sind nach unserer Meinung Dogmatiker. Ein Tierarzt, der jegliche alternative Behandlung als Quacksalbertum abtut ist meist ebenso „vernagelt“ wie ein Homöopath, der alle Schulmediziner verteufelt. Wichtiger sollte für jeden sein, seine Grenzen zu kennen! Niemand ist allwissend, problematisch wird erst der Anspruch, alles zu können.

 

Achtung Baustelle, hier wird noch geschrieben …

Wir stellen in unserer Arbeit fest, dass der überwiegende Teil der Erkrankungen von Katzen ernährungsbedingt ist. Viele Erkrankungen lassen sich durch eine hochwertige Ernährung verhindern oder durch eine Umstellung auf artgemäßes Futter wieder in den Griff bekommen.

Holler Box