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Juli: Mausi im Glück

VON IN Katze des Monats On 01-07-2014

Benek, eine Katze des Glücks

Mitte April kam die Glückskatze Benek, die zuvor »Mausi«, »Jackie« oder »Ohwieniiiedlich« gerufen wurde, über spontane Umwege in die bis dato 3er-WG der Vier- bzw Zweibeiner Bona, Beeke, und Berno. Wegen eines Umzuges des Ex-Frauchen und der kurzfristigen Katzenasylverweigerung ihrer Freundin fand sich Benek plötzlich inmitten zahlreicher fremder Bonsai-Pumas und besorgter Zweifüssler des Vereins Samptfoten Neukölln. Zur selben Zeit wusselte auch ein gemütlicher Kerl mit fröhlicher Mine und ständig rutschender Hose durch die freundlichen Räume des Vereins, um sich eine potentielle WG-Mitbewohnerin zu suchen. Und so fanden sich dann Benek und Berno ( – der sich zuvor ein süsses »Flöhchen« ins Ohr gesetzt hatte, welches aber partout nicht mit ihm Freundschaft schliessen wollte.)

Beide schlossen sich nach der ersten Beschnupperung gegenseitig ins Herz – noch ziemlich verschüchtert die eine, freudig aufgeregt der andere. Nach einigen weiteren Flirt-Dates und einer Vorsorgeuntersuchung bei Tante Doc zog Benek nach einer knappen Woche auch schon in ihre neue Wohngemeinschaft, bestehend aus der griechischen Retriever-Mix-Schönheit Beeke, dem polnischen Pelzknäul Bona und dem besagten Herbergspapa. Hier bekam die Katze des Glücks auch ihren neuen Namen, Benek, die türkische Übersetzung von »Fleckchen«. Seitdem hat sie zur Freude aller mehr oder weniger behaarten MitbewohnerInnen ihr kleines gemütliches Fleckchen Heimat inmitten dieser chaotisch bunten Multikultianimali-Patchworkfamily gefunden und bekundet es täglich durch ihr ohrenbetäubendes  bzw. ohrenbetörendes Schnurren.

Doch wie sehen es die vier »B’s« nach fast drei Monaten des Zusammenlebens mit eigenen Augen, Ohren und Nasen? Einer unserer investigativen Mitarbeiter hat sie für diese Homestory einzelnd befragt. Ergreifendes kam dabei zu Tage, aber lesen sie selbst!

Bona Sforza, polnische Kätzin (ca. 7 Jahre – aber man fragt keine Dame nach ihrem genauen Alter) »Naja, anfangs war ich schon etwas perplex. Plötzlich stolzierte da diese junge Göre im Camouflage-Kostüm durch die Räume und machte mir alle meine Lieblingsplätze streitig. Und zickig war sie die erste Zeit auch noch. Aber was soll’s. Platz ist ja genug da, wenn sich der Dicke mal bequemt, meine Wohnung aufzuräumen. Nach kurzer Zeit sind wir uns dann immer näher gekommen und haben uns ganz doll angefreundet. Die Benek ist ja doch eine ganz Nette. Jetzt kann ich mich endlich mit jemanden hier qualifiziert über Katzenfrauenprobleme austauschen und einsame Toilettenbesuche gehören der Vergangenheit an. Nur die Spielereien mit meiner blonden hellenische Freundin Beeke weiss sie immer noch nicht zu schätzen. Tja, irgendwie ist sie schon eine kleine Diva.«

Beeke von Berthelsdorf, Retriever-Mix, grieschischer Import (21 Monate) »Benek find ich einfach sowas von spannend! Wie die sich bewegt, wie die riecht, allein schon wie die aussieht – faaaszinierend. Krieg gar nicht genug von ihr. Wenn sie so an mir vorbeischleicht, stupse ich sie gerne mit meiner Wahlberlinerschnauze an. Hihi. das mag sie ja gar nicht. Dann gibt’s schon mal ein bisschen Zoff. Ich muss halt immer wissen, was sie gerade so macht und tut. Leider ist sie eine kleine Spielverderberin. Mit meiner Busenfreundin Bona kann ich durch die Wohnung toben und Fangen spielen, mit ihr geht das nicht. Noooch nicht!«

Berno, Westfale-Berliner-Mix (42 Jahre) »Benek ist einfach eine tolle Katze. Wir vier haben uns wirklich gefunden. Absolut ohne Launen gegenüber Menschen, sehr aufmerksam, neugierig, überaus verspielt und zudem noch sehr verschmust. Mir wurde nach Aussage der Vorbesitzerin mitgeteilt, dass sie nicht auf Tische geht, Leckerlis verschmäht und mit Spielzeug wenig anzufangen weiß. Von wegen! Kein Plätzchen, kein Teller und kein Steinchen in der Wohnung ist vor ihr sicher. Je höher, je duftender, je beweglicher desto besser. Kartons hat sie zum Fressen gern, was ich nach meinem kürzlichen Umzug in meiner jetzigen helleren und luftigeren Wohnung feststellen durfte. Meine beiden Miezen haben den Trubel im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch gemeistert, anders als meine Hündin. Die fand das Umzugschaos der letzten Wochen nicht so prickelnd. Benek ist so unheimlich relaxt, sogar noch gelassener als meine ohnehin schon mehr als geerdete polnische Schönheit. Wenn Benek auf meinen Schoß springt, ist der Vibrationsalarm schon auf vollen Touren. Und frech ist die Kleine. Ich muss schon mal die eine oder andere meiner Mahlzeiten vor ihren plötzlichen Naschattacken mit Platzverweisen schützen. Nie aber wird sie sauer oder wütend, wenn sie mal nicht ihren Willen bekommt. Es sei denn, Beeke, meine katzen(miss)verstehende Hundedame, stellt ihr wieder mal nach. Sie findet Benek einfach irrsinnig interessant und unwiderstehlich. Und sie kann gar nicht verstehen, warum sie nicht immer so reagiert wie Bona, mit der sie regelmässig gemeinsam sonnenbadet, rumdöst oder kampfschmust. Aber das Gezänk zwischen Benek und ihr hat mittlerweile schon Seltenheitswert. Ich bin so glücklich, dass wir Benek kennen- und liebenlernen durften und weiterhin dürfen. Jetzt ist unsere Kleinfamilie wirklich komplett. Und voller Leben.«

Benek, schildgeplättete Katzendame mit chronischem Stimmbruch (ca. 5 jahre) »Hmmm, was soll ich sagen?! Mir gefällt’s hier! Und jetzt streichelt gefälligst weiter und lasst mich noch ’ne Runde dösen.«

28. Juni 2014, Berlin-Neubritz


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3 Jahren her / Kommentare deaktiviert für Juli: Mausi im Glück

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JUL

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Jens

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