Wir suchen ein lebenslanges Zuhause

Unsere Katzen

Aufnehmen

Aufnahme & Voraussetzungen


Eingewöhnen

Eingewöhnung & Das Leben im Verein


Kennenlernen

Kennenlern Phase & Vorab Besuch


Übergabe

Vertrag & Übergabe, Nachbetreuung


Aufnehmen

Aufnehmen

Es gibt viele Gründe, warum manche Menschen ihre Tiere nicht mehr bei sich behalten können. Es gibt Gründe darunter, die nicht von der Hand zu weisen sind und mitunter tragisch sind. Gemeinsam haben sie, dass sie in jedem Fall nachvollziehbar sind, hier einige Beispiele:

  • medizinische Notwendigkeiten: Es gibt Kliniken, die nach bestimmten Transplantationen nicht in die heimische Umgebung entlassen, wenn dort Haustiere vorhanden sind
  • schwere Allergien
  • geschäftliche oder berufliche Zwänge, die Abwesenheiten verursachen, die eine Haltung unmöglich machen
  • Unverträglichkeiten mit kleinen, im Haushalt lebenden Kindern
  • besondere Umstände während einer Schwangerschaft
  • Todesfälle

Es gibt aber auch Gründe, die für uns nur schwer oder gar nicht nachvollziehbar sind, auch das liegt sehr oft im Bereich des Möglichen, auch hier ein paar Beispiele:

  • keine Lust mehr, das Tier ist langweilig, zu alt, zu klein, zu groß
  • keine Kontakte, die eine Versorgung im Urlaub ermöglichen
  • Futterkosten zu hoch
  • Katze ist unsauber geworden
  • Katze zeigt ein Verhalten, was nicht erwünscht ist

aufnahmekatze

Wir verurteilen diese Halter nicht. Es geht uns um das Wohlergehen des Tieres. Daher nehmen wir die Tiere in unsere Obhut und verhindern so, dass sie ausgesetzt werden oder ein ungeliebtes Leben fristen müssen.

Voraussetzungen für eine Aufnahme sind, dass wir einen passenden Platz in einer der Gruppen haben. Auch wenn unsere Kapazitäten nicht immer völlig ausgelastet sind, werden wir nur Katzen aufnehmen, wenn wir sie so bei uns unterbringen können, dass wir das für Mensch und Tier verantworten können.

Selbstverständlich nehmen wir nur Katzen auf, die für die anderen keine gesundheitliche Gefahr darstellen, daher die Voruntersuchung. Und schließlich muss der Halter seine Halterschaft bestätigen, die Unterlagen (Impfbuch, etc.) übergeben und einen schriftlichen Abgabevertrag unterzeichnen.

Wen die Kosten abschrecken: Auch die Aufnahme in Tierheimen ist mittlerweile nicht mehr kostenfrei. Gemessen an den tatsächlichen Kosten ist die Aufnahmegebühr eher symbolisch.

Aufnahmegebühr?
Für die Aufnahme eines Tieres zahlt der ehemalige Halter eine Gebühr von 70 Euro und lässt eine ärztliche Grunduntersuchung machen, die in der Regel eine Blutuntersuchung beinhaltet und sicherstellt, dass keine ansteckenden Krankheiten oder Seuchen übertragen werden können.

EINGEWÖHNEN

Eingewöhnen

Alle Tiere leben bei uns in Gruppen. Die Zusammensetzung dieser Gruppen ist eine heikle Aufgabe.

In jedem Raum haben wir eine große Volière. Diese Volièren sind für Katzen gedacht, von denen wir zu Beginn nicht wissen, wie sie sich mit ihren Gruppenpartnern verstehen. Durch die Volière haben sie in den ersten Stunden oder Tagen einen sicheren Rückzugsraum, können sich aber trotzdem sehen und beschnuppern.

Die Volièren stehen ansonsten stets offen.

Oft ist eine Sozialisation erforderlich. Viele Katzen werden heute leider alleine gehalten. So haben es manche Tiere nie gelernt oder im Laufe der Zeit wieder verlernt, wie sich Katzen sozial adäquat verhalten. Durch eine gezielte Gruppenmischung versuchen wir, das neuerliche Herantasten sanft zu unterstützen.

Wir füttern – soweit möglich und umsetzbar – artgemäßes Dosenfutter. Das bedeutet, dass wir Nassfutter servieren, das aus Fleisch zubereitet wird, welches für den menschlichen Verzehr zugelassen ist:

  • mindestens 70% Fleischanteil
  • nachvollziehbar deklarierte Nebenerzeugnissen (Herz, Leber, Nieren, u.ä.) in einem vernünftigen Verhältnis zum Muskelfleisch
  • Frei von:
    • Aromen
    • Geschmacksverstärkern
    • Zusatzstoffen
    • Konservierungsstoffen
    • Unerwünschten Nebenerzeugnissen wie volle Gedärme, Knochenmehl, getrockneten und geschredderten Kadavern etc.
    • Altöl, Klärschlämmen
    • Fetten dubioser Herkunft

Eine derartige Fütterung stößt bei vielen Neuaufnahmen auf Verweigerung, da sie solches Futter nicht kennen. Wir nehmen dann Stück für Stück eine Futterumstellung vor. In den meisten Fällen ist eine solche Umstellung erfolgreich.

Das Leben im Verein

Von Anfang an lernen wir jedes Tier individuell kennen. Wir protokollieren Verhaltenszüge, das Wesen, den Umgang mit Männern, Frauen, Kindern, anderen Katzen, wir spielen und schmusen. Mitunter entstehen tiefe Freundschaften zwischen zwei Katzen. In solchen Fällen vermitteln wir diese nur gemeinsam. Nach der Kennenlern- und Umstellungsphase steht der Vermittlung in ein passendes neues Zuhause nichts mehr im Wege.

INTERESSENTEN KENNENLERNEN

Interessenten kennenlernen

Wer sich für die Vermittlung einer oder mehrer Katzen interessiert und sich mit uns in Verbindung setzt, kommt uns nach Terminabsprache besuchen.

action_katzeDie meisten Interessenten besuchen uns öfter und lernen so die Tiere kennen. Nach zwei oder drei Besuchen kristallisiert sich oft schon heraus, wo beiderseitiges Interesse besteht. Einer Vermittlung stimmen wir nur zu, wenn auch die auserkorenen Tiere signalisieren, dass Zuneigung besteht.

Wir legen großen Wert darauf, dass eine Vermittlung erfolgreich ist und Bestand hat. Dafür leisten wir eine umfangreiche Vorarbeit und legen dem Interessenten offen und transparent dar, was jedes Tier für eine Geschichte hat, welche Eigenschaften wir kennen und wie wir es in seinem Verhalten einschätzen. Uns interessieren dabei natürlich auch die Vorstellungen des Interessenten.

 Wer es eilig hat, ist bei uns an der falschen Adresse.

Bei ernsthaftem Interesse füllen Sie uns einen Bogen zu ihren Wohnumständen und weiteren Fragen aus.

VORAB-BESUCH

Der Vorab-Besuch

Wir kommen Sie besuchen und schauen, ob sie eine tiergerechte Umgebung für die Katze/die Katzen bieten können. Hierzu gehört die übliche Ausstattung, wie Kratzbaum, Katzentoilette, Schlaf- und Futterplätze. Wir beraten zu giftigen Pflanzen, Unfall- und Verletzungsgefahren im Haushalt und geben Empfehlungen zu Futter und Streu.

 Wir vermitteln nicht in Wohnungen mit ungesichertem Balkon.

Dass Katzen nicht vom Balkon fallen, ist ein Gerücht, welches sich hartnäckig hält. Es ist ebenso ein Gerücht, dass Katzen immer auf die Pfoten fallen und sich dabei nicht verletzen. Im Gegenteil: Die Tierarztpraxen sind voll mit verunfallten Katzen, mit inneren Verletzungen, gebrochenen Gliedern und gerissenen Organen. Wir machen hier keine Ausnahmen.

VERTRAG

 

Der Vertrag

Wir schließen einen Schutzvertrag und Sie zahlen eine Schutzgebühr. Die Schutzgebühr liegt in der Regel je nach Alter und Rasse des Tieres zwischen 100 und 150 Euro. Sie werden mit der Unterzeichnung dieses Vertrages formaljuristisch erst einmal nur Besitzer des Tieres, nicht Eigentümer.

Die formalen Eigentumsrechte gehen erst nach einer Karenzzeit von sechs Monaten auf Sie über; in dieser Zeit nehmen wir noch einen Kontrollbesuch vor.

Der Betrag spiegel nicht die Kosten wider, die der Verein hatte. Die Schutzgebühr trägt nur in geringem Maße zur Deckung der Kosten des Vereins bei, die die Summe der Schutzgebühren um ein Vielfaches übersteigen.

Es handelt sich hierbei nicht um einen Kaufpreis sondern vielmehr um eine anteilige Kostenbeteiligung.

Die Übergabe

Am Tage der Übergabe bleiben Sie bitte zu Hause. Wir möchten nicht, dass die Katze den Transportstress mit Ihnen in Verbindung bringt. Wir kommen meist zu zweit und bringen Ihnen Ihren neuen Mitbewohner (oder Ihre neuen Mitbewohner), bleiben noch ein paar Minuten und lassen Sie dann alleine, damit Sie sich in der neuen Umgebung kennenlernen können.

Rückmeldungen und Nachbetreuung

Mit der Vermittlung endet nicht unsere Arbeit. Zum einen werden wir noch einen offiziellen Kontrollbesuch vornehmen. Zum anderen stehen wir Ihnen aber stets mit Rat und Tat zur Seite. Bei Verhaltensauffälligkeiten, im Krankheitsfall, bei Umzug oder wo auch immer Sie einen Rat benötigen – wir sind für Sie da.

Besonders freuen wir uns über Rückmeldungen, kleine Geschichten und Bilder, die wir auch veröffentlichen dürfen.

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