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Literature recommendations

These literature recommendations are all more or less focused on animal rights. They either deal specifically with that subject or address related topics. Short reviews follow step by step. Our goal is not completeness, but if essential books are missing, please inform us. Only books that have been read by us are listed, we don’t list upon recommendations of others.

Peter Singer, “Animal Liberation: The Definitive Classic of the Animal Movement”

(Rowohlt, ISBN 978-006171130) The classic of animal rights literature. The first edition was published over 30 years ago and is not less relevant today.  Singer’s theses are not uncontroversial, the reader should be able to think in abstract terms. Never the less Singer is probably the first who focused on the concept of animal rights from various angles. A must-read for everyone who cares about this topic.

Helmut F. Kaplan “Der Verrat des Menschen an den Tieren”

(Vegi-Verlag, ISBN 978-3909067060) keine englische Version – no English translation available. Kaplan ist ein Verfechter der “einfachen Ethik”, um sich nicht in theoretischen Modellen und komplizierten Konstruktionen zu verfangen. So klar diese Ausrichtung ist, so deutlich sind auch seine formulierten Standpunkte. Kaplan ist unbequem, direkt und provozierend.

Helmut F. Kaplan “Tiere haben Rechte. Argumente und Zitate von A – Z”

(Fischer, ISBN 978-3891311189) keine englische Version – no English translation available. Insbesondere für Neulinge des Tierrechtsthemas ist dieses eine interessante Zusammenfassung der gängigsten Themen und Standpunkte.

Melanie Joy “Why We Love Dogs, Eat Pigs, and Wear Cows: An Introduction to Carnism”

(Conari Press, ISBN 978-1573245050)

One of my favorite books. Melanie Joy is an U.S.-American sociologist who invented the term ‘carnism’. Joy explains both the sociological and the psychological contexts and mechanisms that bring us human beings to our paradoxical treatment of animals and our toleration and definition of violence. Finest brain food. Even for well-read animal protectionists a very interesting perspective, which contributes much to the understanding of our states.

Karen Duve “Anständig essen. Ein Selbstversuch”

(Goldmann, ISBN 978-3442476473) (keine englische Version) – no English translation available.Ein unterhaltsames Buch über die Selbstversuche der Autorin. Geeignet für Zweifler aber auch für Schmöker-Leser. Dieses Buch hat wenig tierrechtliche Aspekte, beschreibt jedoch schön eine typische Entwicklung und die Konflikte von Menschen mit sich selbst und ihrer Umwelt, die sich mit den ethischen Dimensionen der Ernährung auseinandersetzen.

Jonathan Safran Foer “Eating Animals”

(Back Bay Books, 978-0316069885) An outstanding literary work, which can be best described as a hybrid of non-fiction and autobiography. For the first time a book on the moral dimension of the food has reached such widespread impact. Suitable for persons who are aware of their responsibility and want to get more information about this topic.

John Robbins “Diet for a New America”

(Stillpoint Pub, ISBN-13 978-0913299548) Actual John Robbins should have been the heir of the Baskin-Robbins ice cream empire. But he decided against this and became one of the most popular authors for vegan diet books. His commitment is outstanding and his books are bestsellers. ‚ Diet for a New America’ is nearly thirty years old but seems more topical than ever. John Robbins writes very moving and shows up a way for a better world.

John Robbins “Food Revolution”

(Conari Press, ISBN-13: 978-1573244879) This book bases on his debut and demonstrates countless aspects of a plant-based diet. Robbins illuminates our handling of animal foods from a variety of perspectives. His book is full of anecdotes and interesting details. ‘Food Revolutin “is an entertaining book.

John Robbins “Letzter Ausweg vegan”

(Nietsch, ISBN 978-3862642205) John Robbins’s latest creation. The well-known theme is complemented by the latest developments and research results. A short manageable book for all who want to keep up to date.

Campbell / Campbell “China Study”

(BenBella Books, ISBN-13 978-1932100662) The subtitle of the book reads “The scientific justification for a vegan diet” and that is true indeed. The scientific claim is being implemented in an understandable way and placed in an interdisciplinary context which also takes into account the political motivations of the flesh-focused society. Compulsory reading. 

Tom Regan “The Case for Animal Rights”

(University of California Press, ISBN-13 978-0520243866)

Tom Regan “Defending Animal Rights”

(University of Illinois Press, ISBN 978-0252074165)

Tolstoi, Wichmann u.a. “Das Schlachten beenden. Zur Kritik der Gewalt an Tieren.”

(Graswurzelrevolution, ISBN 978-3939045137) Es handelt sich um eine Zusammenstellung in erster Linie anarchistischer Texte. Es ist höchst spannend zu lesen, wie intensiv diese Form der Gewaltdiskussion auch mit feministischen und anderen linkssozialistischen Denkern verknüpft war. Tolstoi ist ein diesem Zusammenhang ein höchst delikates Stück Literatur. Den Texten mangelt es ein wenig an Überleitungsbauplan in die Gegenwart, aber diesen Anspruch hat die Textsammlung auch nicht. Als Horizonterweiterung sehr zu empfehlen, wenn auch in Teilen etwas zäh zu lesen.

Dr. Karl-Heinz Loske “Von der Jagd und den Jägern. Bruder Tier und sein recht zu leben.”

(Monsenstein und Vannerdat, ISBN 978-3865823724) Loske – selbst in jungen Jahren ein Jäger – beschreibt in eindrucksvoller Weise die grundlegenden psychischen Konstruktionen von Jägern. Dennoch ist dieses Buch mitnichten nur ein Psychogramm, die Argumente sind allesamt wissenschaftlich biologisch gut unterlegt. Es ergibt sich ein Lesestoff, der zwischen biologischen Fakten, naturnahem Denken und psychologischen Einschätzungen schwebt. Sicher nicht jedermanns Sache, aber dieses Buch erlaubt einen Blick auf die Jäger aus einer einmaligen Perspektive: Nämlich der eines Mannes, der sich gewandelt hat und kritisch die Grundhaltung der Jäger analysiert und an vielen Stellen mit wissenschaftlicher Genauigkeit bloßstellt.

Hal Herzog “Wir streicheln und wir essen sie. Unser paradoxes Verhältnis zu Tieren.”

(Hanser, ISBN 978-3446429222) Dieses Buch gehört eigentlich nicht in die Sammlung der Tierrechtsliteratur, aber es ist in vielerlei Hinsicht eine Offenbarung. Hal Herzog zeigt viele Eigenheiten, Wiedersprüche und Merkwürdigkeiten in der Mensch-Tier-Beziehung auf, dass sich der Leser wie in einem Minenfeld der Ethik bewegen muss. Ein Fundus für jeden, der ständig Herausforderungen in der Argumentation sucht. Viele Aspekte klären den Blick darauf, wie viele Menschen denken und wieso das Verhältnis der meisten Menschen zu den Tieren absurd und paradox ist. Für alle, die daran arbeiten, dies zu ändern, ist dieses Buch ein Wissensquell.

Corina Gericke “Was Sie schon immer über Tierversuche wissen wollten”

(Echo, ISBN 978-3926914538) Dieses Buch ist schon aufgrund seiner Nüchternheit nichts für schwache Nerven. Präzises Fachwissen, journalistisch sehr gut recherchiert und schließlich verständlich erläutert – das ist die Quintessenz. Für jeden geeignet, der noch einen Zweifel an der Forderungen der Abschaffung von Tierversuchen hegt – oder eine erstklassige Argumentationsgrundlage sucht. Corina Gericke hat mit der überarbeiteten zweiten Auflage eine umfassende Antwort auf die Frage nach Tierversuchen gegeben.

Hermann Focke “Tierschutz in Deutschland: Etikettenschwindel?!”

(Pro Business, ISBN 978-3939430933) Focke ist ehemaliger Veterinäramtsleiter und beschreibt präzise die Zusammenarbeit zwischen industrieller Tierproduktion und Behörden. In Teilen wegen der sehr genauen Darstellung etwas langatmig zu lesen, ist dieses Buch dennoch ein Augenöffner bezüglich der Praktiken des Gesetzgebers. Nach der Lektüre sehen Sie das Tierschutzgesetz mit anderen Augen oder erkennen es als das, was der Buchtitel besagt: als Etikettenschwindel.

Hans Jonas “Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technische Zivilisation”

(Suhrkamp, ISBN 978-3518399927) Für dieses Buch benötigen Sie Zeit und Ruhe. Jonas baut eine ethische Konstruktion für unser Zeitalter, in der die Verantwortung im Mittelpunkt steht. Die Verantwortung des Menschen ist vielmehr das alles dominierende Moralprinzip, das sich in Totalität, Kontinuität und Zukunft manifestiert. Obwohl dieses Buch auch weges seines Stils wie aus der Zeit gefallen scheint, so sind die zugrunde liegenden Gedanken höchst aktuell. Fukushima, Tierausbeutung, Börsenhypes, Datenskandale – in unserer Zeit ist es nötiger denn je, nach vorne zu blicken und eine Ethik zu entwickeln, nach der auch weitere Generationen die Möglichkeit und Berechtigung ihrer Existenz haben.

Wilfried Huismann “Schwarzbuch WWF. Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda”

(Gütersloher, ISBN 978-3579066752) Der WWF hat alle Register gezogen, um dieses Buch zu verhindern. Glücklicherweise ist ihn das nicht gelungen. Das Buch macht deutlich, dass wir unsere Verantwortung nicht an Label oder Organisationen übertragen können. Schon gar nicht an große, weltumspannende. Dennoch sind die Rechercheergebnisse erschütternd. Den persönlichen Schluss muss jeder Leser selbst ziehen, aber lesen sollte Pflicht sein. Huismanns Recherchen sind seriös und in allen wesentlichen Teilen belegt.

Michael Pollan “Das Omnivoren-Dilemma”

(Goldmann, ISBN 978-3442219339) Dieses Buch ruft weder zum Vegetarismus auf noch hebt es den moralischen Zeigefinger. Pollan zeigt in diesem schriftstellerisch herausragenden Buch vielmehr wo unsere Nahrung herkommt, wie sie verarbeitet wird und was aus uns, unserer Umwelt und unserem Sozialverhalten dabei wird. Der Ansatz, viel Mahlzeiten-Typen zu ihren Ursprüngen zurückzuverfolgen, ist der Aufhänger für alle Recherchearbeiten. Dass Pollan Professor für Jornalismus ist, spricht aus jeder Zeile dieses Buches. Alleine die Recherchearbeit und der brilliante Stil sind so umwerfend gut, dass ‘Das Omnivoren-Dilemma’ einen Sonderplatz in jeder Buchsammlung verdient.

Michael Pollan “Lebens-Mittel”

(Goldmann, ISBN 978-3442218721) “Lebens-Mittel” ist eine Abrechnung mit Diäten, Forschern, industrieller Nahrung, dem Wahn der Zusammenstezung und nahezu allen anderen Dingen, die wir heute landläufig mit dem Thema Ernährung in Verbindung bringen. Pollan plädiert für den gesunden Menschenverstand, der den allermeisten Menschen beim Thema Ernährung abhanden gekommen scheint. Es ist aber nicht nur ein Anti-Ratgeber-Buch sondern weist auch eine Fülle von spannenden Fakten auf.

Angelika Krebs (Hrsg.) “Naturethik. Grundtexte der gegenwärtigen tier- und ökoethischen Diskussion”

(Suhrkamp, ISBN 978-3518288627) Braucht unsere Natur unsere Ehrfurcht? Der Anthroprozentrismus der gängigen ethischen Konzepte ist der Weiterentwicklung unserer Ethik offenbar im Weg. In dieser Sammlung werden Texte pro und contra tierethischer und umweltethischer Haltungen gesammelt. Die Herausgeberin analysiert die Grundlagentexte vieler Philosophen und fasst diese diskursiv zusammen. Eine Übersicht mit kritisch-analytischer Attitüde. Das abschließende Votum der Herausgeberin für die anthroprozentrische Position überzeugt wiederum nicht, was die Qualität der Sammlung und der Arbeit aber nicht schmälert.

Martin Balluch “Tierschützer. Staatsfeind: In den Fängen von Polizei und Justiz”

(Promedia, ISBN 978-3853713310) Balluch ist kein Schriftsteller, für seine Schilderungen der Ermittlungen gegen die österreichischen Tierschützer nach dem “Terrorismusparagrafen” 278a des österreichischen Strafgesetzes braucht er aber auch keiner zu sein. Der Leser verstummt fasungslos ob der Dinge, die in einem (angeblichen?) Rechtstaat möglich sind. Ein Grund mehr, die Dinge in Frage zu stellen, gegen die wir im Tierschutz und in der Tierrechtsarbeit kämpfen. Das Gemeinwesen verbaut sich langsam den Weg zurück in eine Gesellschaft, in der Veränderungen möglich sind. Der Kampf gegen das Leid von Tieren ist auch ein Kampf gegen die Unterdrückung, die im Alltag jeden trifft.

Beate Rost “Notizen zum Tierschutz”

(Make a book, ISBN) Mitgefühl ist das zentrale Thema dieses Buches, ein Appell an den Leser, sich mit dem betroffenen Geschöpf zu identifizieren. Beate Rost gelingt dies mit ihren Erzählungen aus dem Alltag des Tierschutzes in einer unnachahmlichen Weise. Dieses Buch ist ein Manifest gegen Gleichgültigkeit und Gedankenlosigkeit.

Andreas Flury “Der moralische Status der Tiere”

(Karl Alber, ISBN 978-3495478790) Flury analysiert treffsicher die Stärken und Schwächen der Axiologien von Salt, Singer und Regan und vergleicht diese miteinander. Bemerkenswert ist seine Kritik an der Axiologie der menschlichen Würde, die er den Analysen der Philosophen vorweg nimmt. Die Quintessenz von Flury ist im letzten Kapitel der Versuch einer eigenen Axiologie, die die Stärken und Schwächen der drei großen Theoriegebilde beachtet. Für eine tiefere Auseinandersetzung mit Tierethik ist dies ein wichtiges Buch, auch wenn die Axiologie von Flury etwas schwach und und unkonkret wirkt.

J. M. Coetzee “Das Leben der Tiere”

(Fischer, ISBN 978-3100108173) Eine Erzählung, in der sich alles um die Frage nach der Würde der Kreatur dreht. Die Protagonistin, eine Schriftstellerin, verstört mit ihren kompromisslosen Haltungen die Intellektuellen Zuhörer mit einer Vorlesung. Literarisch sehr anspruchsvoll, ohne auch nur den Hauch einer Antwort zu geben. Eine grandiose Darstellung der oft anzutreffenden Hilfs- und Hoffnungslosigkeit. Was bleibt, ist die Erkenntnis, das wir alle Kreaturen mit Würde behandeln müssen. Oder besser: müssten.

Eine Sammelempfehlung sei für das gesamte Sortiment des Pala-Verlags ausgesprochen. Ein Fest für jeden vegetarisch oder vegan lebenden Menschen, ein Angebot allerschönster Kochbücher, liebevoll gestaltet und angefüllt mit den herrlichsten Rezepten. Dazu noch diverse Literatur rund um ein tierfreundliches und naturnahes respektvolles Leben.

Viel Spaß!